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Bundestag beschließt Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen
Das sogenannte Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche ist bald Geschichte: Der Bundestag hat am Freitag die Abschaffung des Strafrechtsparagrafen 219a beschlossen. Für die Streichung stimmten die Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und FDP sowie die Linksfraktion. Union und AfD votierten dagegen. In der Debatte ging es auch um die Zukunft des Paragrafen 218, der Abtreibung verbietet und nur unter bestimmten Voraussetzungen straffrei stellt.
Drei weitere Menschen bei Protesten in Ecuador getötet
Bei den seit fast zwei Wochen andauernden Protesten gegen die hohen Preise in Ecuador sind drei weitere Menschen getötet worden. Bei verschiedenen Protestaktionen in der Hauptstadt Quito und Umgebung habe es am Donnerstag drei Todesopfer gegeben, meldete die Allianz der Organisation der Verteidigung der Menschenrechte.
Prozess gegen früheren Soldaten wegen rechtsradikaler Umsturzpläne begonnen
Vor dem Landgericht Frankfurt am Main hat am Freitag der Prozess gegen einen ehemaligen Bundeswehrsoldaten wegen rechtsradikaler Umsturzpläne begonnen. Die Anklage wirft ihm die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Darüber hinaus muss er sich wegen Verstößen gegen das Waffen- und Kriegswaffenkontrollgesetz verantworten.
Baerbock: Russland nutzt Hunger als Waffe und "nimmt die ganze Welt als Geisel"
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat Russland vorgeworfen, den Hunger in der Welt "ganz bewusst als Kriegswaffe" einzusetzen. Russland "nimmt die ganze Welt als Geisel", sagte Baerbock am Freitag vor Beginn einer internationalen Ernährungskonferenz in Berlin. 345 Millionen Menschen weltweit seien derzeit von Nahrungsmittelknappheit bedroht, die Hungerkrise baue sich "wie eine lebensbedrohliche Welle vor uns auf". Aber erst Russlands Krieg habe "aus dieser Welle einen Tsunami gemacht".
Bundestag beschließt Streichung des Werbeverbots für Abtreibungen
Der Bundestag hat am Freitag die Abschaffung des sogenannten Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche beschlossen. Für die Streichung des Strafrechtsparagrafen 219a stimmten die Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und FDP sowie die Linksfraktion. Union und AfD votierten dagegen.
Gaskrise und wirtschaftliche Folgen des Ukraine-Kriegs dominieren EU-Gipfel
Die Gaskrise und andere wirtschaftliche Folgen des Ukraine-Kriegs bestimmen den zweiten Tag des EU-Gipfels in Brüssel. Die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union kamen dafür am Freitag mit der Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, zusammen. Auch Eurogruppen-Chef Pascal Donohoe nahm an den Beratungen teil.
Iran kündigt Besuch Borrells in Teheran an
Der Iran hat einen Besuch des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell in Teheran angekündigt. Borrell werde am Freitagabend zu Gesprächen mit dem iranischen Außenminister Hossein Amir-Abdollahian "und anderen Regierungsvertretern" erwartet, erklärte ein Sprecher des Außenministeriums in Teheran.
Ko-Parteichef der britischen Konservativen tritt nach Wahlschlappe zurück
Nach der Wahlschlappe für die Partei von Premierminister Boris Johnson bei Nachwahlen zum britischen Unterhaus ist der Ko-Chef der Konservativen zurückgetreten. "Jemand muss Verantwortung übernehmen", erklärte Oliver Dowden am Freitag. "Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es unter diesen Umständen für mich nicht richtig wäre, im Amt zu bleiben." Die konservative Partei hatte bei den Nachwahlen sowohl im Wahlkreis Tiverton and Honiton im Südwesten Englands als auch im Wahlkreis Wakefield in Nordengland je einen Sitz im britischen Unterhaus verloren.
Gouverneur: Rückzug der ukrainischen Truppen aus Sjewjerodonezk angeordnet
Nach wochenlangem erbittertem Widerstand gegen die russischen Angreifer muss sich die ukrainische Armee aus der strategisch wichtigen Stadt Sjewjerodonezk im Osten des Landes zurückziehen. Der Rückzug der ukrainischen Truppen sei angeordnet worden, teilte der Gouverneur der Region Luhansk, Serhij Hajdaj, am Freitag im Onlinedienst Telegram mit. Die russischen Einheiten hatten die Stadt zuletzt schon fast vollständig eingenommen.
Parteichef der britischen Konservativen tritt nach Wahlschlappe zurück
Nach der Wahlschlappe für die Partei von Premierminister Boris Johnson bei Nachwahlen zum britischen Unterhaus ist der Chef der Konservativen zurückgetreten. "Jemand muss Verantwortung übernehmen", erklärte Oliver Dowden am Freitag. "Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es unter diesen Umständen für mich nicht richtig wäre, im Amt zu bleiben." Die konservative Partei hatte bei den Nachwahlen sowohl im Wahlkreis Tiverton and Honiton im Südwesten Englands als auch im Wahlkreis Wakefield in Nordengland je einen Sitz im britischen Unterhaus verloren.
Boris Johnsons Konservative verlieren zwei Nachwahlen in Großbritannien
Die Konservativen des britischen Premierministers Boris Johnson haben bei zwei Nachwahlen schwere Niederlagen erlitten: Die Tories unterlagen am Donnerstag sowohl im Wahlkreis Tiverton and Honiton im Südwesten Englands als auch im Wahlkreis Wakefield in Nordengland bei Nachwahlen für je einen Sitz im britischen Unterhaus.
Bundestag befasst sich mit Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibung
Der Bundestag befasst sich in seiner Sitzung am Freitag mit Vorlagen zur Abschaffung des sogenannten Werbeverbots für Abtreibungen, zur Sterbehilfe und zur Energieversorgung. Die Ampel-Fraktionen wollen in der Sitzung die Streichung des Strafrechtsparagrafen 219a verabschieden, der "Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft" verbietet (09.00 Uhr). Die Unionsfraktion und die AfD stellen eigene Anträge zur Abstimmung, welche die Beibehaltung des Paragrafen vorsehen. Außerdem debattieren die Abgeordneten in erster Lesung über drei fraktionsübergreifend erarbeitete Anträge zur Neuregelung der Sterbehilfe (11.40 Uhr).
Linke entscheidet auf Erfurter Parteitag über neue Spitze und Haltung zum Krieg
Die Linke kommt am Freitag (12.00 Uhr) zu ihrem Parteitag in Erfurt zusammen, auf dem sie eine neue Führung wählt und sich zum russischen Krieg in der Ukraine positioniert. Die Parteispitze hatte sich im Zuge der Sexismus-Vorwürfe entschieden, den gesamten Parteivorstand neu zu wählen.
Baerbock trifft US-Außenminister Blinken in Berlin
Bundesaußenministein Annalena Baerbock (Grüne) kommt am Freitag zu Beratungen mit ihrem US-Kollegen Antony Blinken in Berlin zusammen. Vor dem Treffen ist eine Pressebegegnung vorgesehen. Der US-Außenminister nimmt nach seinem Gespräch mit Baerbock an der Welternährungskonferenz in Berlin teil, die sich mit den Folgen des russischen Krieges gegen die Ukraine für die Lebensmittelversorgung weltweit befasst.
Bundesregierung lädt zu Welternährungskonferenz
Um die Folgen des russischen Kriegs gegen die Ukraine für die Lebensmittelversorgung weltweit geht es auf der Welternährungskonferenz am Freitag (14.00 Uhr) in Berlin. Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), Entwicklungshilfeministerin Svenja Schulze (SPD) und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) geben dazu zum Auftakt eine gemeinsame Pressekonferenz (10.00 Uhr). Zur Konferenz haben sich Vertreter verschiedener Länder und Organisationen angesagt; sie dient auch der Vorbereitung des G7-Gipfels ab Sonntag in Elmau.
Freigesprochener US-Schütze Rittenhouse bringt Videospiel auf den Markt
Ein halbes Jahr nach seinem umstrittenen Freispruch bringt der US-Teenager Kyle Rittenhouse, der 2020 bei Anti-Rassismus-Protesten zwei Demonstranten erschossen hatte, ein Videospiel auf den Markt. In dem am Donnerstag vorgestellten Spiel geht es darum, Truthähne abzuschießen, die US-Medien repräsentieren. Auf den Tieren steht unter anderem "Fake News", Hauptfigur des Spiels ist eine Comic-Version von Rittenhouse.
Forderungen nach Gaspreisdeckel und Mieterschutz wegen Gaskrise
Angesichts der sich verschärfenden Gaskrise hat der Grünen-Bundestagsabgeordnete und frühere Verdi-Chef Frank Bsirske sich für einen Gaspreisdeckel ausgesprochen. "Wir brauchen weitere Entlastungen, konzentriert auf untere und mittlere Einkommen, weil sie von der Preisentwicklung am stärksten betroffen sind", sagte Bsirske den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) vom Freitag. "So würde ein Gaspreisdeckel Sinn machen, um den Grundbedarf zu decken. Damit ließe sich zugleich der Verbrauch steuern. Es gäbe also eine ökologische Lenkungswirkung."
USA sagen Ukraine weitere Waffenlieferungen von 450 Millionen Dollar zu
Die USA haben der Ukraine weitere Waffenlieferungen im Umfang von 450 Millionen Dollar (rund 427 Millionen Euro) zugesagt. "Dieses Paket enthält Waffen und Ausrüstung", sagte der für die nationale Sicherheit zuständige Sprecher im Weißen Haus, John Kirby, am Donnerstag. Geliefert würden unter anderem Mehrfachraketenwerfer vom Typ Himars, zehntausende Schuss Munition und Patrouillenboote.
Ukraine und Moldau sind nun EU-Beitrittskandidaten
Die Ukraine und Moldau sind nun offiziell EU-Beitrittskandidaten: Das entschieden die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder am Donnerstag auf ihrem Brüsseler Gipfel, wie Ratspräsident Charles Michel mitteilte. "Das ist ein historischer Moment", sagte er in einer Pressekonferenz. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigte sich in einem Tweet dankbar für die "historische" Entscheidung. Auch die Präsidentin von Moldau, Maia Sandu, sprach von einem "historischen Tag".
Ukraine und Moldau sind EU-Beitrittskandidaten
Die Ukraine und Moldau sind nun offiziell EU-Beitrittskandidaten: Das entschieden die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder am Donnerstag auf ihrem Brüsseler Gipfel, wie Ratspräsident Charles Michel mitteilte. Er bezeichnete den Beschluss im Onlinedienst Twitter als "historischen Moment".
Bundeswehreinsatz vor Küste des Libanon wird verlängert
Die Beteiligung der Bundeswehr am UN-Einsatz vor der Küste des Libanon wird fortgesetzt. Der Bundestag stimmte am Donnerstag dafür, die Mission um ein Jahr bis Ende Juni 2023 zu verlängern. In namentlicher Abstimmung votierten 541 Abgeordnete mit Ja, 103 mit Nein und zwei enthielten sich.
Polnisches Parlament schmettert Petition für liberales Abtreibungsrecht ab
Das polnische Parlament hat eine Petition zur Liberalisierung des Abtreibungsrechts zurückgewiesen. Das Unterhaus in Warschau schmetterte am Donnerstag mit einer Mehrheit von 265 Stimmen den Gesetzesantrag ab. 175 Abgeordnete des Sejm unterstützten die Petition, vier enthielten sich. Die Frauenrechtlerin Marta Lempart hatte den Gesetzesantrag eingebracht, den mehr als 200.000 Bürgerinnen und Bürger mit ihren Unterschriften unterstützten.
Milliardär Mikati wieder mit Regierungsbildung im Libanon beauftragt
Der bisherige libanesische Regierungschef Nadschif Mikati ist erneut mit der Regierungsbildung beauftragt worden. Im Parlament in Beirut entfielen auf den 66-jährigen Milliardär am Donnerstag 54 Stimmen. Sein wichtigster Kontrahent, der frühere UN-Botschafter Nawaf Salam, bekam 25 Stimmen. Präsident Michel Aoun übertrug dem sunnitischen Muslim Mikati daraufhin formell die Aufgabe der Regierungsbildung.
Geheimdienstchef der iranischen Revolutionsgarden ausgetauscht
Die Revolutionsgarden im Iran haben einen neuen Geheimdienstchef. Hossein Taeb, der zwölf Jahre lang im Amt war, wurde durch Mohammad Kasemi ersetzt, wie ein Sprecher der Revolutionsgarden am Donnerstag mitteilte. Der Kommandeur der Revolutionsgarden, Hossein Salami, habe den Geistlichen Taeb zu seinem persönlichen Berater ernannt, hieß es weiter.
Rechtspopulistin Le Pen zur Chefin der wohl größten Oppositionsfraktion gewählt
Die Rechtspopulistin Marine Le Pen ist zur Chefin der voraussichtlich größten Oppositionsfraktion in der französischen Nationalversammlung gewählt worden. Die 89 Abgeordneten des Rassemblement National (RN) hätten die Personalie "nicht per Handzeichen, sondern mit Beifall" entschieden, sagte der Abgeordnete Sébastien Chenu am Donnerstag in Paris. Die Nachfolgepartei des rechtsextremen Front National hatte bei der Parlamentswahl am Sonntag überraschend gut abgeschnitten und die Zahl ihrer Abgeordneten von 6 auf 89 erhöht.
Oberstes US-Gericht stuft öffentliches Tragen von Waffen als Grundrecht ein
Das Oberste Gericht der USA hat das Tragen von Schusswaffen in der Öffentlichkeit als Grundrecht der Bürger eingestuft. Mit den Stimmen von sechs gegen drei Richtern annullierte der Supreme Court am Donnerstag eine Gesetzesregelung im Bundesstaat New York, wonach für eine Waffenlizenz der Nachweis eines besonderen Bedarfs an Selbstverteidigung erforderlich ist.
Bundestag berät über Untersuchungsausschuss zu Afghanistan-Einsatz
Die Umstände des überstürzten Abzugs der Bundeswehr und ihrer Verbündeten aus Afghanistan werden parlamentarisch aufgearbeitet. Ein Untersuchungsausschuss, über dessen Einsetzung der Bundestag am Donnerstag erstmals debattierte, soll mögliche Fehleinschätzungen und Versäumnisse deutscher Regierungsstellen kritisch beleuchten. Dabei soll es auch um die Frage gehen, warum es nicht gelungen ist, viele afghanische Ortskräfte rechtzeitig vor der Machtübernahme durch die militant-islamistischen Taliban in Sicherheit zu bringen.
EU-Gipfel zu Beitrittskandidatur von Ukraine und Moldau begonnen
Der EU-Kandidatenstatus für die Ukraine ist das Hauptthema des EU-Gipfels, der am Donnerstag in Brüssel begonnen hat. Es sei ein "historisches" Treffen, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zum Auftakt. Es wird damit gerechnet, dass die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union die Ukraine wie auch deren Nachbarland Moldau offiziell zu Beitrittskandidaten erklären. Ein Zeitpunkt für die Aufnahme als Vollmitglied wird damit aber nicht festgesetzt.
Baerbock: Seit Rückkehr der Taliban mehr als 21.000 Afghanen nach Deutschland geholt
Seit der Rückkehr der Taliban an die Macht vor gut zehn Monaten sind nach Angaben von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) mehr als 21.000 Menschen aus Afghanistan nach Deutschland geholt worden. Zwei Drittel der Menschen, denen Deutschland die Aufnahme zugesagt habe, seien inzwischen in Deutschland, sagte Baerbock am Donnerstag bei der Vorstellung einer Zwischenbilanz ihres "Aktionsplans" Afghanistan in Berlin.
EU-Parlament befürwortet Auffüllen der Gasspeicher zu 80 Prozent
Das Europäische Parlament hat einem Auffüllen der Gasspeicher in der EU zu 80 Prozent bis zum kommenden Winter zugestimmt. Die Mehrheit der Abgeordneten stimmte am Donnerstag in Brüssel der Vorgabe zu, auf die sich Vertreter der Mitgliedstaaten und des Europaparlaments bereits Mitte Mai informell geeinigt hatten. Die EU-Kommission hatte die Mindestfüllstände im März vorgeschlagen.
Vorwürfe statt Fortschritte bei EU-Westbalkan-Gipfel
Vorwürfe und Enttäuschung statt konkrete Fortschritte: Das Spitzentreffen der EU mit den Westbalkan-Ländern ist am Donnerstag in Brüssel ohne Annäherung zu Ende gegangen, wie hochrangige EU-Beamte bestätigten. Auf dem eigentlichen EU-Gipfel am Nachmittag sollte es dann um die Beitrittskandidaturen der Ukraine und der Nachbarländer Moldau und Georgien gehen. Albanien warnte die Ukrainer, sich trotz der erwarteten Zustimmung keine "Illusionen" zu machen.
CDU und Grüne wollen aus NRW "erste klimaneutrale Industrieregion Europas" machen
Nach knapp vierwöchigen Verhandlungen haben CDU und Grüne in Nordrhein-Westfalen ihren gemeinsam ausgehandelten Koalitionsvertrag vorgestellt. "Das Fundament für eine erfolgreiche Arbeit für Nordrhein-Westfalen auch in den nächsten fünf Jahren ist gelegt", sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) am Donnerstag bei der Vorstellung des 164 Seiten starken Papiers in Düsseldorf. Der Koalitionsvertrag sei mit "solidem politischen Handwerk" entstanden.