Großbritannien: Fünf Festnahmen wegen Verdachts auf Vorbereitung einer "Terrortat"
Nach einem ernsten Vorfall in der Nähe eines Luftwaffenstützpunktes im Südwesten Englands hat die Polizei fünf Männer wegen des Verdachts der Vorbereitung einer "Terrortat" festgenommen. Die Anti-Terror-Polizei leite die Ermittlungen zu dem Vorfall an der Royal Air Force-Basis Fairford, teilte die Polizei am Sonntag mit. Zuvor hatte sie angegeben, mehrere Männer seien wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz festgenommen worden.
Der Luftwaffenstützpunkt Fairford wird auch von der US-Luftwaffe genutzt. Mehrere britische Medien übertrugen Luftaufnahmen von einem Roboter für die Entschärfung von Bomben auf einer Landstraße, der sich auf mehrere Lieferwagen zu bewegte. Experten für die Entschärfung von Bomben würden derzeit "mehrere Fahrzeuge untersuchen", teilte die Polizei weiter mit.
Im Umkreis der Basis wurden mehrere Dorfbewohner in Sicherheit gebracht. Das Gebiet wurde abgeriegelt, Sicherheitskräfte sagten, die Lage sei "unter Kontrolle". Im März hatte der damalige britische Premierminister Keir Starmer die Genehmigung erteilt für "defensive" US-Aktionen gegen iranische Raketenstellungen von zwei britischen Militärbasen aus - eine davon Fairford.
Starmers Nachfolger Andy Burnham werde über den Vorfall auf dem Laufenden gehalten, sagte ein Regierungssprecher. "Wir danken den Notdiensten, die schnell gehandelt haben, um mehrere Verdächtige festzunehmen und Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung einzuleiten", fügte der Sprecher hinzu. Weitere Angaben lehnte er unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen ab.
Verteidigungsminister Wes Streeting dankte im Onlinedienst X den "Notfall- und Spezialistenteams" vor Ort. "Wir können sicher sein, dass man sich darum kümmert", erklärte Streeting. Medien berichteten über ein großes Aufgebot von Rettungsdiensten in dem Gebiet, darunter auch ein Team für besonders gefährliche Einsätze.
"Einige Grundstücke im Gebiet Whelford werden derzeit evakuiert", teilte die Polizei mit. Dem Sender BBC zufolge wurden mehrere Bewohner des Dorfes Whelford in ein nahegelegenes Freizeitzentrum gebracht.
J.Moore--IP