Schwacher EU-Neuwagenmarkt im Februar - Verbrenner-Anteil weiter rückläufig
Der Neuwagenmarkt in der EU hat sich im Februar nur schwach entwickelt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurden zwar 1,4 Prozent mehr Fahrzeuge neu zugelassen, wie der europäische Herstellerverband Acea am Dienstag mitteilte. Im bisherigen Jahresverlauf ergibt sich dennoch ein Minus von 1,2 Prozent im Vergleich zu 2025.
Der Anteil von reinen Diesel- und Benzinautos ging in den ersten beiden Monaten des Jahres weiter deutlich zurück. Ihr kombinierter Marktanteil sank von 38,7 auf nur noch 30,6 Prozent. Die meisten neuen Autos hatten laut Acea einen Hybrid-Antrieb (38,7 Prozent). Hinzu kam ein steigender Anteil von Plugin-Hybriden, die auf knapp zehn Prozent kamen.
Der E-Auto-Anteil lag in den ersten beiden Monaten des Jahres mit 18,8 Prozent deutlich über den 15,2 Prozent des Vorjahreszeitraums. Dennoch verlangsamte sich die Zunahme. Im vierten Quartal 2025 hatte der Elektro-Marktanteil noch bei deutlich über 20 Prozent gelegen.
Der Automarkt-Experte der Beratungsfirma EY, Constantin Gall, bezeichnete die Entwicklung am Markt für E-Autos als enttäuschend. Zugleich rechne er nicht damit, dass der aktuelle Anstieg der Kraftstoffpreise zu einem deutlichen Schub führt, erklärte er. "Das Interesse an Elektroautos steigt angesichts der hohen Preise an den Zapfsäulen zwar - aber ein Autokauf ist eine langfristige Investition, über die Menschen lang nachdenken und die nicht ad hoc entschieden wird." Zu erwarten sei eher, dass potenzielle Autokäufer angesichts von Inflation und konjunktureller Lage ihre Investition vertagen.
E.Smith--IP