Hoeneß sieht Neffe Sebastian als möglichen Kompany-Erben
Patron Uli Hoeneß kann sich seinen Neffen Sebastian nach der Ära Vincent Kompany gut als dessen Nachfolger auf der Trainerposition des FC Bayern vorstellen. "Er kommt mindestens mal in Frage", sagte der Ehrenpräsident des deutschen Fußball-Rekordmeisters bei DAZN über den Erfolgscoach des VfB Stuttgart.
Kompany könne "von mir aus noch fünf oder zehn Jahre hierbleiben", sagte Hoeneß und schwärmte abermals vom Belgier, der "alle Spieler besser gemacht" habe. Den Höhenflug "seiner" Bayern in dieser Saison, "dieses besondere Gefühl, diese Entwicklung, schreibe ich ganz klar unserem Trainer zu", betonte Hoeneß: "Er hat es geschafft, aus 15, 16 oder 18 sehr guten Einzelspielern ein homogenes Team zu formen."
Ähnlich herausragend arbeite sein Neffe Sebastian beim VfB. "Vor dem ziehe ich wirklich den Hut", meinte Hoeneß und ergänzte: "Was er in diesem Verein geleistet hat, ist bemerkenswert. Er hat die Mannschaft erstens im Abstiegskampf übernommen, zweitens wurden ihm in den letzten Jahren immer wieder die besten Spieler verkauft. Und trotzdem schüttelt er sich, macht weiter und kommt immer wieder zurück. Also ganz ehrlich: Sebastian hat nach unserem Trainer von mir den größten Respekt."
Und eine Bayern-Vergangenheit. Der 43-Jährige, 1982 als Sohn von Ulis Bruder Dieter in München geboren, arbeitete vor seiner Zeit beim VfB für die U19 und die zweite Mannschaft des Rekordmeisters. Über die TSG Hoffenheim kam er im April 2023 zum VfB, mit dem er 2025 den DFB-Pokal gewann. Am 23. Mai stellt sich der Titelverteidiger im Finale von Berlin den Münchner Triple-Jägern von Coach Kompany entgegen.
T.Quinn--IP