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Volkswagen überprüft seine Geschäfte in chinesischer Provinz Xinjiang
Wegen zunehmender Kritik an den Geschäften von Volkswagen im chinesischen Xinjiang will der Autobauer mögliche Konsequenzen prüfen. Für die "künftige Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten" in der nordwestchinesischen Provinz stünden "verschiedene Szenarien" zur Debatte, erklärte ein Konzernsprecher am Mittwoch. VW stehe dazu im "intensiven" Austausch mit seinem chinesischen Joint-Venture-Partner Saic. Das "Handelsblatt" hatte zuvor berichtet, am Bau einer Teststrecke in Xinjiang seien womöglich uigurische Zwangsarbeiter beteiligt gewesen.
Gericht: Bank haftet bei grober Fahrlässigkeit nicht für Phishing-Betrug
Ein Bankkunde hat keinen Anspruch auf Schadenersatz, wenn er durch grobe Fahrlässigkeit Opfer eines Phishing-Betrugs geworden ist. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main laut einer am Mittwoch veröffentlichten Mitteilung. Demnach hätte der Kläger sensible Daten nicht allein auf einen "telefonischen Zuruf hin" an einen unbekannten Dritten weitergeben dürfen. (Az. 3 U 3/23)
Studie: Handlungsbedarf bei Förderung von Menschen mit Migrationshintergrund
Eine Analyse des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BIB) sieht Handlungsbedarf bei der Förderung von Menschen mit Migrationshintergrund mit Blick auf schulische und berufliche Bildung. Der demografische Wandel stelle den Arbeitsmarkt "schon jetzt vor große Herausforderungen", erklärte BIB-Direktorin Katharina Spieß am Mittwoch in Wiesbaden. Um dem zu begegnen, sei es nötig, "die vielfältigen Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund bestmöglich zu nutzen".
Volkwagen überprüft seine Geschäfte in chinesischer Provinz Xinjiang
Anlässlich zunehmender Kritik an den Geschäften von Volkswagen in der chinesischen Provinz Xinjiang hat der Autobauer angekündigt, die "künftige Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten" dort zu überprüfen. Aktuell stehe VW im Austausch mit seinem chinesischen Joint-Venture-Partner Saic, erklärte ein Konzernsprecher am Mittwoch. Derzeit würden "verschiedene Szenarien intensiv geprüft".
Stoltenberg: 18 Nato-Länder geben 2024 zwei Prozent des BIP für Verteidigung aus
In diesem Jahr geben 18 der 31 Nato-Länder mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung aus. Das gab Bündnis-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Mittwoch anlässlich eines Verteidigungsministertreffens in Brüssel bekannt. Deutschland ist Diplomaten zufolge erstmals seit Ende des Kalten Kriegs unter diesen Ländern.
Kriselnde Stahlsparte: Thyssenkrupp verzeichnet Quartalsverlust
Der Industriekonzern Thyssenkrupp hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres einen Nettoverlust von 314 Millionen Euro verzeichnet. Probleme wie niedrigere Preise und eine schwächere Nachfrage bereitet nach Angaben des Essener Unternehmens vom Mittwoch vor allem die Stahlsparte. Zugleich benötigt der Konzern massive Investitionssummen, um den Umbau hin zu klimaneutraler Produktion zu stemmen.
Studie: Junge Ostdeutsche in Spitzenpositionen weiter unterrepräsentiert
Auch 30 Jahre nach der Wiedervereinigung sind Menschen aus Ostdeutschland einer Studie zufolge in Spitzenpositionen deutlich unterrepräsentiert. Auf mittleren Führungspositionen gebe es in Ostdeutschland zwar keine Unterschiede mehr, in Top-Positionen seien jedoch Westdeutsche viel zahlreicher vertreten, erklärte Jörg Hartmann vom Research Centre Global Dynamics der Universität Leipzig am Mittwoch. In Westdeutschland dagegen unterscheiden sich die Chancen auf höhere Führungspositionen demnach nicht.
Preise für landwirtschaftliche Produkte im Jahresdurchschnitt weitgehend stabil
Die Preise, die Landwirte, Obst- oder Gemüsebauern für ihre Erzeugnisse bekommen, sind im vergangenen Jahr im Schnitt weitgehend stabil geblieben. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden meldete am Mittwoch einen leichten Anstieg um 0,1 Prozent. Im Jahr 2022 waren die Erzeugerpreise gegenüber dem Vorjahr massiv angestiegen - um 32 Prozent.
Indische Polizei stoppt Traktor-Konvois protestierender Landwirte
Die indische Polizei geht mit schwer befestigten Straßensperren gegen protestierende Landwirte vor. Die Sicherheitskräfte versuchten so am Mittwoch weiterhin, tausende Bauern daran zu hindern, mit ihrem landwirtschaftlichen Gerät in die Hauptstadt Neu Dehli zu gelangen. An der Grenze zwischen den Bundesstaaten Punjab und Haryana, rund 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt, setzte die Polizei Tränengas ein, wie AFP-Reporter berichteten.
China weiterhin wichtigster Handelspartner Deutschlands - aber nur noch knapp
China war 2023 das achte Jahr in Folge Deutschlands wichtigster Handelspartner. Der Warenaustausch mit der Volksrepublik ging jedoch deutlich zurück, während die Bedeutung der USA leicht zulegte, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Mittwoch mitteilte. Mit 253,1 Milliarden Euro lag das Handelsvolumen mit China demnach nur noch knapp über dem mit den USA (252,3 Milliarden Euro).
Polizei räumt ICE in Hamburg wegen herrenlosen Pakets und findet Empfänger
Ein herrenloses Paket in der Gepäckablage eines ICE auf der Fahrt von Berlin nach Hamburg hat die Bundespolizei auf den Plan gerufen. Ein Passagier habe das Paket entdeckt, nach Ankunft in Hamburg am Montagabend sei der Zug geräumt worden, teilte die Bundespolizeiinspektion Hamburg am Dienstagabend mit. Demnach nutzte offenbar jemand die Bahn als eine Art Paketdienst.
Ehemaliger VW-Chef Winterkorn soll in Kapitalanleger-Musterverfahren aussagen
Im Kapitalanleger-Musterverfahren gegen Volkswagen und Porsche wegen des Dieselskandals 2015 vor dem Oberlandesgericht (OLG) Braunschweig soll am Mittwoch (10.00 Uhr) Ex-VW-Chef Martin Winterkorn als Zeuge aussagen. Vor Winterkorn hatten bereits seine Nachfolger Matthias Müller und Herbert Diess vor dem Oberlandesgericht als Zeugen ausgesagt; beide stritten jede Verantwortung für die Abgasmanipulationen ab.
Tarifverhandlungen für Beschäftigte von Land Hessen starten
In Wiesbaden beginnen am Mittwoch (14.00 Uhr) die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des Landes Hessen. Vertreter der Gewerkschaften des öffentlichen Diensts und der Landesregierung kommen dazu im Innenministerium zusammen. Vor Beginn der Gespräche ist nach Angaben der Gewerkschaft Verdi eine Kundgebung am Ministerium geplant.
Rückzug aus London: TUI-Aktionäre sprechen sich klar für Frankfurter Börse aus
Die Aktionäre des Reiseveranstalters TUI haben sich klar für die Frankfurter Börse und einen Rückzug aus London ausgesprochen. Bei der Hauptversammlung des Unternehmens stimmten sie am Dienstag mit deutlicher Mehrheit von 98,35 Prozent dafür, die Notierung an der Londoner Börse zu beenden, wie der hannoversche Konzern mitteilte. Der Reisekonzern setzte nach eigenen Angaben seinen Höhenflug aus dem vergangenen Geschäftsjahr auch im ersten Quartal 2024 fort.
IG Metall: Gericht stoppt vorerst Betriebsratswahl bei Tesla
Die für März geplante Betriebsratswahl beim Elektroautobauer Tesla in Grünheide ist wegen einer zweiwöchigen Produktionspause vorerst gestoppt worden. Das Arbeitsgericht in Frankfurt (Oder) habe einem Antrag der IG Metall stattgegeben und ermögliche so einen Neustart der Wahl "ohne unnötigen Zeitdruck", erklärte die Gewerkschaft am Dienstag. Die IG Metall hatte Nachteile für die Produktionsbeschäftigten befürchtet.
Frankreichs Bauern machen weiter Druck auf die Regierung
Zehn Tage nach dem Ende der jüngsten Bauernproteste in Frankreich machen die französischen Landwirte weiter Druck auf die Regierung. "Wir sind zu neuen Aktionen bereit", warnte der Chef des Bauernverbands FNSEA, Arnaud Rousseau, am Dienstag auf dem Sender TF1. Zuvor hatten einige Milchbauern und Viehzüchter kleinere Protestaktionen in Paris veranstaltet. Premierminister Gabriel Attal wollte Vertreter der Bauernverbände am Nachmittag empfangen.
The Body Shop stellt für Filialen in Großbritannien Insolvenzantrag
Die Kosmetikkette The Body Shop hat fast 50 Jahre nach der Gründung Insolvenzantrag für ihre Geschäfte im Heimatland Großbritannien gestellt. Die Kanzlei FRP werde das Insolvenzverfahren und die Umstrukurierung leiten, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Ziel sei die "Wiederbelebung dieser ikonischen Marke". The Body Shop hat in Großbritannien rund 200 Filialen.
Wirtschaft und Stifterverband starten Initiative gegen "Bildungsmisere"
Der Stifterverband und die damit verbundenen Unternehmen wollen sich in Kooperation mit den Bundesländern massiv für ein besseres Bildungssystem in Deutschland einsetzen. Eines der ausgemachten Ziele sei die Halbierung des Lehrermangels bis 2030, sagte der Präsident des Stifterverbands, Michael Kaschke, dem "Handelsblatt". Die "Bildungsmisere" bezeichnete er als "unterschätzte Gefahr Nummer eins für Wirtschaft, Wohlstand und den Zusammenhalt der Gesellschaft".
Deutsche Telekom misst neuen Datenrekord im Karneval: 1,5 Millionen Gigabyte
Die Deutsche Telekom hat den Datenverbrauch in den Karnevalshochburgen gemessen - herausgekommen ist ein neuer Datenrekord. In Mainz, Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen wurden von Weiberfastnacht bis Rosenmontag rund 1,5 Millionen Gigabyte Daten übertragen, das waren 43 Prozent mehr als im Vorjahr, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Millionen Menschen teilten Selfies, Fotos und Videos direkt per Smartphone während der tollen Tage.
Urteil: Krankheitstage während Kurzarbeit null zählen nicht als Arbeitstage
Ist ein Arbeitnehmer zu Zeiten von Kurzarbeit ganz ohne Wochenstunden krank, zählen die Krankheitstage bei der Berechnung des Urlaubsanspruchs nicht als Arbeitstage. Das entschied das Bundesarbeitsgericht in Erfurt nach Angaben vom Dienstag. Es wies die Revision eines früher in einer Betriebsschlosserei beschäftigten Klägers zurück. Der Mann hatte von seinem ehemaligen Arbeitgeber die Abgeltung von 15 Arbeitstagen gesetzlichen Mindesturlaubs gefordert, etwa 1400 Euro. (Az. 9 AZR 364/22)
Hass im Internet nimmt zu: Fast jeder Zweite in Deutschland betroffen
Hass im Internet nimmt weiter zu: Fast jede und jeder Zweite in Deutschland wurde schon einmal online beleidigt. Zu diesem Ergebnis kommt die am Dienstag veröffentlichte Studie "Lauter Hass - leiser Rückzug" des Kompetenznetzwerks gegen Hass im Netz. Für die repräsentative Erhebung wurden 3000 Internetnutzende ab 16 Jahren befragt. 49 Prozent davon wurden schon einmal im Internet beleidigt, 25 Prozent mit körperlicher und 13 Prozent mit sexualisierter Gewalt konfrontiert.
Zinssenkungen erwartet: ZEW-Konjunkturerwartungen steigen weiter
Die Konjunkturerwartungen für Deutschland von Finanzexpertinnen und -experten haben sich im Februar weiter verbessert. Der Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim stieg um 4,7 Punkte auf einen Wert von 19,9 Punkten an, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Grund für den Optimismus ist demnach, dass eine Mehrheit der Befragten baldige Zinssenkungen in der Eurozone und in den USA erwarten.
Bitcoin knackt 50.000-Dollar-Marke - Höchster Stand seit Ende 2021
Die Nachfrage nach Bitcoin legt seit Wochen zu - am Dienstag knackte die Kryptowährung erstmals seit Ende 2021 wieder die Marke von 50.000 Dollar (46.445 Euro). Am Vormittag kletterte der Kurs des Bitcoin auf 50.328 Dollar, fiel danach aber wieder leicht auf 49.950 Dollar. Beobachter erwarten einen weiteren Anstieg.
Preise rund um den Valentinstag: Schnittblumen im Februar in der Regel teurer
Blumenhändler heben offenbar rund um den Valentinstag am 14. Februar ihre Preise an. "Die Preise für Schnittblumen liegen im Februar häufig höher als in anderen Monaten des Jahres", erklärte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag. "So waren Schnittblumen im Februar 2023 um 3,0 Prozent teurer als im Durchschnitt des gesamten Jahres 2023."
Ifo: Stimmung der Unternehmen im Wohnungsbau so schlecht wie nie
Das Geschäftsklima im Wohnungsbau ist im Januar auf ein historisches Allzeittief gesunken. Die Stimmung der Firmen der Branche erreichte demnach einen Wert von minus 59,0 Punkten, nach minus 56,9 Punkten im Dezember, dem bisher schlechtesten Wert seit Erhebung der Daten 1991, wie das Münchener Ifo-Institut am Dienstag mitteilte. Auch die Erwartungen der Unternehmen blieben im Keller.
Hans-Böckler-Stiftung hält 2024 "kräftige Reallohnsteigerungen" für nötig
In den Tarifverhandlungen in diesem Jahr in Deutschland sind nach Ansicht des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung "kräftige Reallohnsteigerungen notwendig". Die Beschäftigten müssten die "massiven" Reallohnverluste der Jahre 2021 und 2022 ausgleichen können, erklärte das WSI am Dienstag. Tarifexperte Thorsten Schulten erwartet eine "offensive Tarifrunde", die auch von Arbeitskämpfen geprägt sein dürfte.
Indische Polizei feuert Tränengas auf protestierende Landwirte
Die indische Polizei hat Tränengas gegen Landwirte eingesetzt, um sie an einer Demonstration für bessere Preise für ihre Produkte in Neu Delhi zu hindern. Auf Fernsehbildern vom Dienstag waren dichte Tränengaswolken zu sehen. Demnach versuchte die Polizei, in Ambala, rund 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt, Protestierende auseinanderzutreiben. Der Polizeibeamte Ranjay Atrishya kündigte ein Großaufgebot an, um Landwirte davon abzuhalten, nach Neu Dehli zu gelangen.
Kiew verurteilt "Zerstörung" von ukrainischem Getreide durch polnische Bauern
Die ukrainische Regierung hat am Montag empört auf eine Protestaktion polnischer Bauern an der Grenze zwischen beiden Ländern reagiert. Die Landwirte hatten am Sonntag mehrere Lkw gestoppt und die Ladung auf die Straße geschüttet, wie in Onlinemedien zu sehen war. Kiew verurteile die "mutwillige Zerstörung" von ukrainischem Getreide, erklärte das Landwirtschaftsministerium dazu.
50.000 Franzosen nutzen subventioniertes E-Auto-Leasing für 100 Euro pro Monat
Mehr als 50.000 Franzosen können in diesem Jahr ein E-Auto für 100 Euro im Monat leasen: Das französische Subventionsprogramm für einkommensschwache Berufspendler hat damit bereits mehr als doppelt so viele Menschen erreicht wie ursprünglich geplant, wie der Elysée am Montag mitteilte. Das Programm werde deshalb für das laufende Jahr eingestellt und im kommenden Jahr wieder aufgenommen.
Auch S-Bahnen der Deutschen Bahn immer seltener pünktlich
Auch im S-Bahn-Verkehr der Deutschen Bahn sind immer mehr Züge verspätet unterwegs. In den vergangenen zwei Jahren ging die Pünktlichkeitsquote deutschlandweit von über 95 Prozent auf noch 91,3 Prozent im zweiten Halbjahr 2023 zurück, wie aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel hervorgeht. Ein Zug gilt dabei als pünktlich, wenn wer weniger als sechs Minuten verspätet ist.
Banken: Gewerbeimmobilienpreise Ende 2023 so stark gefallen wie noch nie
Die Preise für Gewerbeimmobilien sind in den letzten Monaten des vergangenen Jahres so stark gefallen wie nie. Eine Trendwende sei nicht absehbar, erklärte am Montag der Verband deutscher Pfandbriefbanken (VDP), der die bedeutendsten Kapitalgeber für den Wohnungs- und Gewerbebau vertritt. Auch 2024 werde vorerst schwierig bleiben.
Bericht: The Body Shop in Großbritannien vor der Insolvenzanmeldung
Die britische Kosmetikkette The Body Shop steht laut einem Bericht davor, in Großbritannien die Insolvenz anzumelden. Das Unternehmen bereite sich darauf vor, einen Experten zu benennen, der eine Umstrukturierung leiten solle, berichtete am Sonntag der Sender Sky News. The Body Shop hat in Großbritannien rund 200 Filialen.